Bessere Bilder aufnehmen mit dem Smartphone – Teil 1

Nutze wann immer möglich natürliches Licht

Licht ist einer der wichtigsten Faktoren, wenn es um gute Fotos geht. Wenn möglich, positioniere dein Fotoobjekt immer so, dass es gut von vorne oder von der Seite ausgeleuchtet wird.

Der eingebaute Smartphone-Blitz wird dir leider meistens den Look geben, der an Rehe im Scheinwerfer-Licht eines Autos erinnert. („deer-in-the-headlight-look“) Also nutze so gut es geht den HDR-Modus oder natürliche oder künstliche Lichtquellen außerhalb deines Smartphones. Manchmal hilft es schon das Handy eines Freundes als Taschenlampe zu nutzen und damit das Licht gerichteter zu lenken.

Nutze die Drittel-Regel

Hierbei handelte es sich um einen alten Foto-Trick, den es schon seit Jahrzehnten gibt, aber den man natürlich auch auf die Smartphone-Fotografie anwenden kann.

Die Dritte-Regel besagt, dass man das Bild in 9 gleich große Blöcke unterteilen soll, so dass ein Netz entsteht, aus 3×3-Blöcken. Das Ziel sollte es dabei sein, die Fokuspunkte bzw. die interessanten Teile des Bildes an die Schnittpunkte dieses gedachten Netzes setzen.

Glücklicherweise kann man heute bei den meisten Smartphones das Netz von vornherein während des Fotografierens einblenden, so dass einem das Rätselraten erspart bleibt.

Entdecke die Funktionen deines Handys

Bist du bei deiner Standard-Kamera-App schon einmal auf Entdeckungstour gegangen? Einige der neueren iPhone-Modelle bieten einen wunderbaren Portrait-Modus an, der ein traumhaftes Bokeh (den verschwommenen Hintergrund) simuliert. Auf allen Modellen bietet es sich an einfach mal herumzuspielen und die Filter und Modi auszuprobieren. Viele Handys bieten zum Beispiel HDR-Modi an, die bei Gegenlicht oder für Landschaftsaufnahmen zu besseren Ergebnissen führen können.

Die Standard-Kamera-App deines Handys wirst du ja jetzt sicherlich gedanklich schon zur Genüge ausprobiert haben, aber bist du darüber hinaus schon mal auf Entdeckungstour gegangen? Die App „Manual“ lässt dich beispielsweise die Belichtungszeit, Blende und ISO-Zahl manuell einstellen, wodurch dir Aufnahmen bei wenig Licht vielleicht auch ohne Blitz besser gelingen. Außerdem wächst dadurch dein kreativer Spielraum.

Auch bei der Bearbeitung solltest du dich nicht auf Instagram beschränken. Inzwischen gibt es tolle Apps, die eine Vielzahl an Möglichkeiten bieten, Fotos zu bearbeiten. So kannst du bei VSCO beispielsweise viele Filter ausprobieren. Lightroom und Photoshop für Handys erlauben dir, viele Funktionen der professionellen Bildbearbeitung einfach zu nutzen. Auch Afterlight ist eine tolle App, die viele hochwertige Filter bietet, um deine Fotos aufzuwerten.

Nutze die Fokus-Funktion

Die heutigen Handykameras fokussieren normalerweise automatisch auf den Vordergrund des Bildes, aber manche Bilder haben keinen offensichtlichen Vordergrund, oder du möchtest den Fokus auf einem anderen Bildelement haben? Kein Problem! Dafür haben viele der heutigen Kameras eine extra Fokussier-Funktion. Um anzupassen, worauf die Handy-Kamera fokussiert, tippe einfach auf den gewünschten Fokuspunkt des Bildes. Viele Kamera bieten dann sogar noch die Funktion durch hoch oder runter-wischen die Belichtung manuell anzupassen.

Es hilft außerdem nicht zu viele störende Elemente in deinem Bild zu haben, so dass sowohl der Kamera als auch dem Betrachter sofort klar ist, was der Fokus deines Bildes sein soll.